Fair Transport mit dem Segelschiff Tres Hombres

Tres Hombres FrachtseglerWir haben nur eine Erde und der Klimawandel zeigt schon jetzt erschreckende Ausmaße weltweit. Das Segelschiff Tres Hombres transportiert Fracht zwischen Europa und Amerika und das völlig ohne schädliche Belastungen für die Umwelt. Dieser aktive Klimaschutz beeindruckt und hat im Transatlantikverkehr einen kleinen Meilenstein gelegt.

Ein Frachtsegler gegen die großen Containerschiffe

Riesige Giganten mit einem noch größeren Ausstoß an giftigen Schadstoffen verkehren täglich als Frachtschiffe auf den Meeren der Welt. Die Messungen sprechen hier für sich und das hat drei mutige Männer auf den Plan gerufen, ihre Idee für einen emissionsfreien Frachtdienst mit dem Segelschiff Tres Hombres in die Tat umzusetzen. Andreas Lackner, Arjen van der Veen sowie Jorne Langelaan sind die „Tres Hombres“, die über das Segeln zusammengefunden haben und in Sachen Klimaschutz an einen Strang ziehen. Sie plädieren für den „Fairen Transport“ und haben ihre besondere Geschäftsidee deshalb auch Fair Transport genannt.

Vom Kriegsfischkutter zum Frachtschiff für den Übersee-Transport

Das heutige Segelschiff Tres Hombres wurde 1943 in Swinemünde gebaut und war an der Kieler Förde bis 1979 als Fischkutter und Seeadler im Einsatz. Als Fähre leistete der 32 m lange Kutter bis Mitte der 1980er Jahre in Irland seinen Dienst, bevor er geplündert in Delft abgelagert wurde. Hier stießen die drei Männer im Jahr 2007 auf das Segelschiff. Nach aufwendigen Umbauten und Restaurierungsmaßnahmen lief der Frachtsegler 2009 das erste Mal vom Stapel und zwar nach Kopenhagen – Zum Klimagipfel!

Aus dem ehemaligen Maschinenraum ist ein Frachtraum mit einer Fläche von 55 Kubikmeter geworden, der etwa 30 Transportpaletten aufnehmen kann. Weiter verfügt das Segelschiff über Kojen für die Besatzung, zwei Passagierkabinen und eine Großkabine für Mitsegler.

Jedes Jahr im Oktober geht es von Holland nach Norwegen, weiter nach Frankreich und Portugal, nach Belém, Grenada und zurück nach Holland. Auf der Transatlantikroute werden landestypische Produkte aufgeladen und an den Empfangsstellen abgeladen. Dazu gehören Stockfisch, Wein, Olivenöl, Fairtrade Produkte aus dem Amazonas, Rum und Kakaobohnen. Mit an Bord sind Kapitän, zwei Steuermänner, ein Bootsmann, der Koch für das leibliche Wohl und meist zehn Lehrlinge.

Liegt die Zukunft in Segelfrachtern?

Die drei Männer wollen expandieren, die Nachfrage nach ihren zu hundert Prozent emmissionsfrei transportierten Waren und Gütern ist hoch, auch wenn der Preis dafür weitaus höher liegt. Sie planen größere Schiffe mit Aufnahmevolumen von ca. 500 Tonnen, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

Es braucht immer Menschen, die den ersten Schritt gehen und wenn er auch eigentlich sehr einfach ist. Denn im Prinzip haben es Kolumbus und Thomas Cook schon lange vor ihnen so gemacht und sind damit auch gutgefahren, bevor die Industrialisierung die „Verschmutzer“ über den Atlantik schickte. Für den nachhaltigen Klimaschutz ist das Segelschiff Tres Hombres in jedem Fall eine wertvolle Bereicherung.